Sonntag, 30. April 2017

Der April ...

Weltweit erster Pferdeturnschuh geht in Serie - Im oststeirischen Fürstenfeld sind die angeblich weltweit ersten Pferdeturnschuhe entwickelt worden, die künftig sogar das Hufeisen ersetzen könnten. Tausende Bestellungen gibt es bereits, jetzt gehen sie in die Serienproduktion.

Bei den „Horse Runners“, die in Fürstenfeld entwickelt worden sind, handelt es sich um einen orange-blauen Pferdeturnschuh aus strapazierfähigem Kunststoff, der mit einem Klettverschluss am Huf des Pferdes befestigt und damit auch beliebig wieder abgenommen werden kann.

Weil der Pferdeturnschuh auch einiges aushalten muss, wird bei der Herstellung Material aus der Autoindustrie verwendet, sagt Produktentwickler Karl Forstner. Das beginnt bei den Klettverschlüssen und reicht bis hin zum Kunststoff: „Bei uns geht es darum, dass wir einen extrem abriebfesten Kunststoff brauchen, der nicht bricht.“ Die Haltbarkeit der Pferdeturnschuhe wird von den Entwicklern mit drei bis sechs Monaten angegeben, bei Kosten von 150 Euro pro Paar. (orf.at)



Undercover-Lektor korrigiert Fehler auf Schildern - In der britischen Stadt Bristol macht ein selbst ernannter Stadtlektor seit 13 Jahren Jagd auf Rechtschreib- und Grammatikfehler im öffentlichen Raum. In nächtlichen Streifzügen korrigiert er mit Pinsel und Farbe Rechtschreibfehler auf Geschäftsschildern und anderen Schriftzügen, berichtet die BBC. Sein Hauptbetätigungsfeld sind Korrekturen an falsch gesetzten Apostrophen.

Der Apostroph - etwa zur Anzeige eines Genitivs - ist im Englischen wie auch im Deutschen immer wieder eine Fehlerquelle. Im Englischen wird er - anders als üblicherweise im Deutschen - zur Anzeige des Genitivs verwendet, was allerdings weniger Rechtschreibfirme nicht daran hindert, ihn recht wahllos einzusetzen - etwa auch bei einem einfachen Plural-s. (orf.at)



Wer online Pornos sehen will, muss Steuer zahlen - Wer Pornos schauen will, muss Steuer zahlen. Das sieht zumindest der Gesetzesentwurf des Republikaners Jack Williams im US-Staat Alabama vor. Wenn es nach den Wünschen Williams' geht, sollen sämtliche internetfähigen Geräte künftig herstellerseitig mit einem Porno- Filter versehen sein, der den Zugriff auf entsprechende Online- Angebote blockiert.

Wer trotzdem Pornos schauen möchte, soll dies erst nach Zahlung einer Gebühr von 20 US- Dollar (rund 19 Euro) tun können. Herstellern, die ihre Geräte ohne Sperren verkaufen, sollen zudem empfindliche Strafen drohen. Wie die Porno- Sperre technisch realisiert werden soll, lässt Williams offen. Der US-Republikaner sieht in dieser jedoch ein probates Mittel, insbesondere Kindern den Zugang zu den expliziten Inhalten zu erschweren und den Menschenhandel in Alabama zu bekämpfen. Die erhobenen Gebühren sollen denn auch dessen Opfer zu Gute kommen.

Bürgerrechtler der American Civil Liberties Union (ACLU) sehen in dem Gesetzesentwurf jedoch einen Verstoß gegen die US-Verfassung. Dass Erwachsene erst einige Hürden nehmen müssten, um Zugriff auf frei zugängliche Informationen im Internet zu erhalten, sei "Zensur, ganz einfach", so ACLU-Alabama-Direktor Randall Marshall. (krone.at)



Gebetsruf-Remix: Haft für britischen DJ in Tunesien - Ein britischer DJ ist in Tunesien in Abwesenheit zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, weil er den muslimischen Gebetsruf zu einem Remix verarbeitet hatte. Mit seinem Auftritt im Touristenort Hammamet habe der DJ Dax J gegen Anstand und öffentliche Moral verstoßen, erklärte ein Gerichtssprecher in der nahegelegenen Stadt Grombalia gestern.

Ein Video von dem Auftritt, bei dem Clubbesucher am Wochenende zu dem mit Musik unterlegten Gebetsruf tanzten, war über das Internet verbreitet worden und hatte eine erregte Debatte in den Sozialen Netzwerken ausgelöst. Die tunesischen Behörden hatten den Club daraufhin am Montag geschlossen.

Das Ministerium für Religionsfragen erklärte es für „absolut inakzeptabel, sich über die religiösen Prinzipien der Tunesier lustig zu machen“. Der DJ entschuldigte sich inzwischen, ebenso die Organisatoren seines Auftritts. (orf.at)



Frau in Hamburger Hotel von Skorpion gestochen - Eine Frau ist in einem Hamburger Hotel von einem hochgiftigen Skorpion gestochen worden. Sie wollte heute Früh gerade ihre Schuhe anziehen, als sie einen stechenden Schmerz spürte, wie die Hamburger Feuerwehr mitteilte. Als sie den Schuh ausschüttelte, kam ein Skorpion zum Vorschein. Geistesgegenwärtig stellte die Frau noch ein Glas über das Tier.

Notfallsanitäter und ein Notarzt verabreichten der Frau umgehend antiallergische Medikamente. Sie wurde mit einem Rettungswagen in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. Woher der Skorpion stammte und wie er in den Schuh gelangte, war den Angaben zufolge völlig unklar. Bei dem etwa vier Zentimeter langen Tier handelt es sich offenbar um einen Sandskorpion, der in Nord- und Mittelamerika vorkommt und dessen hochgiftiger Stich - je nach Giftmenge - sogar tödlich enden kann. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Skorpion wurde vorerst in einem Tierheim untergebracht. (orf.at)



Irrer Renn-911er mit Tachostand zehn - Am Comer See wird ein nie gefahrener, extremer Porsche 911 Carrera RSR 3.8 versteigert! Sein Preis ist astronomisch, sein Zustand sensationell. RM Sotheby's versteigert am 27. Mai bei seiner Auktion in der Villa Erba in Italien einen der extremsten Porsche aller Zeiten.

Der zur Auktion stehende Carrera RSR 3.8 (964) hat nicht nur eine brutale Optik, einen minimalen Kilometerstand, sondern auch einen astronomischen Preis. Auf 2 bis 2,5 Millionen Euro schätzt das Auktionshaus den 911. Lächerliche zehn Kilometer zählt der analoge Tacho des bis auf die Überführung nie bewegten Wagens. Einerseits ein Traum, gleichzeitig eine Schande, denn Porsche hat den RSR 3.8 nicht als Wagen konstruiert, der mehr als 25 Jahre in einer Halle versauern sollte. Doch das kommt dem Käufer zugute. Denn der Wagen hat sogar den originalen, mittlerweile nicht mehr ganz so frischen Lackschutz, der ab Werk aufgetragen wurde.

Bei der Ausstattung hat sich der Eigentümer ausgetobt. Außen erstrahlt der 911 in Polarsilber, innen ist der Wagen in CanCan-Rot gehalten. Dazu steht der schnelle Elfer auf lilafarbenen Felgen, wird von goldenen Bremssätteln gestoppt und ist nur einer von zwei RSR mit Vollleder-Ausstattung. Lediglich 55 Exemplare des 911 Carrera RSR 3.8 verließen in Zuffenhausen die Werkshallen, einzig und allein für den Einsatz auf der Rennstrecke. Mit dem 3,8 Liter Boxermotor unter der Haube prügelt der RSR rund 350 PS auf den Asphalt – Experten vermuten sogar 375! (autobild.de)



Fangfrische Garnelen aus Tirol - In Hall steht Österreichs erste Garnelenfarm. Zwei Großcousins bauten dort eine Anlage, in der sie White-Tiger-Garnelen züchten. Die Aufzucht erfolgt biologisch, ohne Zugabe von Chemie oder Medikamenten. Die Testanlage läuft erfolgreich.

300 Kilogramm Garnelen pro Jahr können Daniel Flock und Markus Schreiner in ihrer Anlage in Hall bereits ernten. Auf die Idee, die Tiere zu züchten, kam Flock zufällig, als er in einem Restaurant Garnelen aß, wie er im ORF-Interview schilderte. Als Aquariumbesitzer wollte er wissen, woher die Garnelen stammen. In einer Reportage habe er dann gesehen, wie die Krebstiere im asiatischen Raum unter Zugabe von Medikamenten gezüchtet werden. Deshalb habe er sich für das Projekt interessiert, so Flock.

Flock und Schreiner arbeiten eigentlich als Konstrukteure. Die Testanlage in Hall haben sie vor zwei Jahren entwickelt und selbst gebaut. Die Kreislaufanlage und ein Biofilter bereiten das Wasser auf, ohne große Mengen Abwasser zu erzeugen.

Die zwei bis drei Tage alten Larven, die die beiden Jungunternehmer von einem ausgewählten Züchter aus Übersee beziehen, haben einen Stammbaum und sind von bester Qualität. Das ist laut Schreiner Grundvoraussetzung. Fünf Monate müssen die Larven dann unter besten Bedingungen aufwachsen. Zur Aufzucht gehöre viel Leidenschaft, man müsse laufend die Wasserwerte prüfen, die Garnelen prüfen und das Futter abstimmen. Das sei das Geheimnis des Erfolges, so Schreiner. Man müsse sich um die Garnelen kümmern, fast wie um ein Kind, ergänzte Flock.

Wenn die Garnelen geerntet werden, wiegen sie zwischen 25 und 30 Gramm. Zu den ersten Kunden zählen Restaurants, Hotels, aber auch Privatpersonen, die die Garnelen gekühlt und ohne lange Transportwege erhalten. Die Nachfrage sei schon jetzt enorm, sagte Flock. Die beiden Großcousins können mit der Testanlage längst nicht mehr alle Interessenten beliefern.

Flock und Schreiner wollen eine große Anlage bauen und sind auf der Suche nach einer geeigneten Halle. Wenn alles nach Plan läuft, wollen die sie zehn Tonnen Garnelen pro Jahr in Tirol züchten. 2016 erreichten Flock und Schreiner beim Innovationspreis der Österreichischen Jungbauernschaft den dritten Platz mit ihrem Projekt. (orf.at)







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)





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